Langfristige Lieferantenbeziehungen: Entscheidend für den Aufbau nachhaltiger Lieferketten
Nachhaltige Beschaffung ist ein zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von thyssenkrupp nucera®. In einem Interview gibt Jana Harbott (SCA Officer) Einblicke darin, wie das Unternehmen seine Beschaffungsprozesse nachhaltiger gestaltet. Sie erläutert zudem die Vorteile einer nachhaltigen Beschaffung und spricht über Herausforderungen und Strategien zur Verbesserung von Transparenz und Nachhaltigkeit in den Lieferketten von thyssenkrupp nucera.
Wie kann thyssenkrupp nucera von nachhaltiger Beschaffung profitieren?
Jana Harbott: Um den Erwartungen unserer Stakeholder sowie unseren eigenen hohen Standards gerecht zu werden, ist es für uns essenziell, nachhaltig zu handeln und dieses Engagement auch nach außen sichtbar zu machen. Gleichzeitig kann thyssenkrupp nucera von nachhaltigen Lieferketten profitieren, da sie helfen, Risiken im Zusammenhang mit sozialen Standards und Umweltvorschriften zu reduzieren. Dieser Ansatz führt zu zuverlässigeren Lieferketten, stärkt langfristige Partnerschaften und minimiert Versorgungsunterbrechungen.
Wie sieht nachhaltige Beschaffung bei thyssenkrupp nucera aus? Kannst du ein Beispiel geben?
Jana Harbott: Um die Nachhaltigkeit unserer Lieferkette sicherzustellen, setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. Unser Ziel ist es, langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen, die gegenseitiges Wachstum fördern. Zu Beginn jeder Geschäftsbeziehung werden Lieferanten hinsichtlich Nachhaltigkeitsrisiken bewertet. Lieferanten, die als risikoreich eingestuft werden und mit denen wir langfristige Partnerschaften anstreben, können verpflichtet werden, ein Nachhaltigkeitsaudit zu durchlaufen. Anschließend werden gemeinsam Ziele definiert, umgesetzt und überwacht. Dieser Ansatz ermöglicht die langfristige Weiterentwicklung unserer Lieferanten und verbessert die Nachhaltigkeit der gesamten Lieferkette.
Wie hat sich der Einkauf bei thyssenkrupp nucera durch den stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeit verändert – und wie wird er sich weiterentwickeln?
Jana Harbott: Ein verstärkter Fokus auf Nachhaltigkeit im Einkauf erfordert eine umfassende Betrachtung unserer Lieferketten. Im Idealfall würde die Transparenz über die gesamte Lieferkette hinweg reichen – bis hin zur Gewinnung der Rohstoffe. Aufgrund der Komplexität globaler Lieferketten ist dies jedoch eine herausfordernde Aufgabe, die nur durch enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten bewältigt werden kann. Daher sind langfristige Lieferantenbeziehungen entscheidend. Nachhaltigkeitsziele, wie etwa die Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks, können nur gemeinsam mit unseren Lieferanten erreicht werden.
Wir beschaffen weltweit Rohstoffe, Waren und Dienstleistungen für die Herstellung unserer Produkte. In diesem komplexen Geflecht globaler Lieferketten kann die Überwachung und Durchsetzung von Nachhaltigkeitsstandards sowohl schwierig als auch zeitaufwendig sein. Daher sind robuste Prozesse notwendig, um potenzielle Risiken effektiv zu identifizieren. Zudem müssen Lieferanten die Bedeutung von Nachhaltigkeit erkennen und sich aktiv engagieren, um eine nachhaltige Lieferkette aufzubauen.